Keine Seeschlacht in Mürzzuschlag

In Mürzzuschlag fand für mich dieses Wochenende das letzte SkiO-Wochenende dieser Saison statt. Das letzte deshalb, da ich nächste Woche beim SkiO bereits im Flieger nach Florida sitze. Nach den beinahe tropischen Temperaturen in der Vorwoche standen die Wettkämpfe unter keinem guten Stern, manche wachsten wohl schon ihre Wasserski und stellten sich auf eine Seeschlacht ein.
Umso mehr wurden wir von den tollen Bedingungen überrascht - es gab genügend Schnee. Am Samstag war es teilweise weich und teilweise eisig, abseits der Loipen musste man durch gute 30cm Tiefschnee schieben. In der Nacht fielen die Temperaturen anscheinend in den Keller und so waren die Bedingungen am Sonntag noch besser - statt Tiefschnee gab es eine gut haltende Schneedecke, die überall Querlaufen erlaubte. Temperaturen weit über Null machten das Laufen zu angenehmen Erlebnissen.
Am Samstag beim Sprint wollte ich zum ersten Mal in dieser Saison Roland schlagen, Versuch Nummer 5. Gleich vorweg: es gelang mir nicht. Weder meine Orientierungs- noch meine Langlauftechnik waren überzeugend, so kann man einfach kein Rennen gewinnen.
Der erste Fehler schlich sich schon bei Posten zwei ein, als ich statt der breiten Loipe die schmale Spur wählte nur um ein paar Meter zu sparen. Trotzdem konnte ich dort den zwei Minuten vor mir gestarteten Michi einholen und ließ mich auch gleich von ihm ablenken. Anstatt die Route zum dritten Posten oben herum (östlich) zu nehmen, folgte ich ihm blindlings.
Zu den Posten fünf und neun wäre es quer durch den Tiefschnee schieben auch einiges schneller gewesen - aber das war dann auch schon egal. Der zweite Platz hinter Roland war gesichert, Michi wurde souverän Dritter.
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Da ich am Sonntag meinen letzten SkiO in dieser Saison absolvierte, beschloss ich diesen sehr gemütlich und gar nicht wettkämpfmäßig anzugehen. So ließ ich mich beim ersten Posten von Michi drei Minuten einholen und lief mit ihm mehr oder weniger gemeinsam den Rest der Strecke. Es hat viel Spaß gemacht und war ein schöner Abschluss des SkiO-Winters. Am Ende hat es sogar mit der Technik ganz gut geklappt...
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Ausblick: wie bereits erwähnt, fliege ich kommenden Samstag für zwei Wochen nach Florida. Danach folgen schon das Vereinstrainingslager in Gmünd und die ersten interessanten Wettkämpfe beim Prague Easter.
Testrace und Wintertour
Testrace
Gestern, Freitag, war wiedermal Zeit für das monatliche Testrace in Bad Fischau (Info auf der Seite des HSV Wiener Neustadt). Ich lief, wie auch schon beim letzten Mal, alleine, das letzte gemeinschaftliche Vereins-Testrace fand im August 2008 statt. Vielleicht schaffen wir es ja wiedermal gemeinsam - mein nächstes steht am 25. März an.
Mein Ziel für diesmal war zumindest die Zeit von 31'51 vom letzten Mal (22. Jänner) zu unterbieten. Das sollte ja nicht allzu schwierig sein, dachte ich, denn schließlich lief ich damals mit normalen Laufschuhen auf Neuschnee und diesmal wählte ich Dobb-Spikes. Trotzdem kam ich teilweise heftig ins Rutschen, denn die Wege waren ziemlich vereist.
Nach der ersten Runde von 9'40 nahm ich mir 30'00 vor, was ich schließlich mit 29'50 (2. Runde 10'10, 3. Runde 9'58) auch locker schaffte. Locker deswegen, weil ich mich erstens noch in der Vorbereitung befinde und zweitens am nächsten Tag ein Wintertour-Lauf anstand. Also durchaus eine akzeptable Zeit.
Wintertour
Heute, Samstag, fand, wieder in Bad Fischau, der fünfte Wintertour-Lauf statt. Wie ich schon vor dem Lauf von mehreren Seiten hörte, sollte der Beginn recht steil werden, ich war schon sehr gespannt.
Und tatsächlich: gleich zum ersten Posten ging es 40 Höhenmeter hinauf. Zum zweiten Posten hätte man über die Umlaufroute rechts herum einige Höhenmeter sparen können, doch ich wählte, wie viele andere auch, die eher direkte Route mit 85 Höhenmetern. Der dritte Posten war dann wohl zum Erholen gedacht (nur 20 Höhenmeter). Zum nächsten Posten musste man wieder knappe 50 Höhenmeter überwinden, dann war der Spuk eigentlich schon vorbei.
Zu Posten fünf unterlief mir ein Richtungsfehler, der viel fataler ausfallen hätte können als er dies wirklich tat. Ich verwechselte irgendwie bergab mit Süden und lief 90° falsch weg. Dann dachte ich, die Futterkrippe wäre das besondere Objekt und schon stand ich am falschen Weg. Zu meinem Glück kontrollierte ich die Richtung als ich den Weg hinunterlief und mir fiel mein Missgeschick gleich auf. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn ich weitergelaufen wäre und 500 Meter südwestlich des Posten gesucht hätte - wäre wohl ein klassischer Parallelfehler geworden.
Zwei kleinere Fehler schlichen sich bei Posten 7 (falschen Posten angelaufen, obwohl ich mir noch dachte, dass die Postenbeschreibung nicht passte) und Posten 9 (zu weit der Felswand ausgewichen).
Einen gröberen Fehler machte ich noch zum letzten Posten. Ich ließ mich von Ursi Kadan ablenken und schon standen wir gemeinsam 100 Meter zu weit südlich. Während ich den Fehler gleich bemerkte, drehte sie noch eine kleine Extrarunde. Ins Ziel gab es diesmal sogar eine Routenwahl (quer oder am Weg), mal ganz was Neues
Da einige schnelle Läufer diesmal nicht am Start waren (z.B. Pierre Kaltenbacher und Michi Stockmayer) schaute am Ende sogar der Sieg heraus, 3'15 vor Martin Brantner und 3'38 vor Roland Fesselhofer.
Ergebnis Wintertour
Zwischenzeiten
Splitalyzer
Karte mit Route und Bahn
Laufroute bei Lanyse
Die nächsten Meilensteine: morgen Kurzlongjog in Lindabrunn mit anschließender Pasta-Party bei Angelika, nächstes Wochenende mein letztes SkiO-Wochenende der heurigen Saison in Mürzzuschlag. Momentan schaut es ja eher so aus, als würde der ganze Schnee noch wegtauen. Falls das passieren sollte und die Wettkämpfe abgesagt werden, gibt es als Ersatz einen Wiener Linien Wintersprintcup in Wien.
Wieviele Skier beim SkiO?
Vielleicht hat sich der eine oder andere schon einmal folgende Fragen bezüglich der mitzuführenden Langlaufausrüstung während einem SkiO-Wettkampf gestellt, ich als gelegentlicher Hobby-Teilnehmer stelle mir diese Fragen jedes Mal und belästige dann auch gerne meine Vereinskollegen, die dann ebenfalls in's Grübeln kommen.
- Muss ich überhaupt Langlaufausrüstung mitnehmen oder kann ich auch mit Fuß-OL-Ausrüstung starten?
- Wenn ich schon Langlaufskier mitnehmen muss, genügt auch ein einzelner abgesägter, den ich in der Hand trage? Oder gar nur eine Bindung, die ich einstecken kann?
- Darf ich während dem Wettkampf meine Skier an einem Ort abstellen, zu einem Posten laufen, diesen stempeln und dann wieder zurück zu den Skiern laufen um mir einen mühevollen Anstieg zu ersparen?
- Wenn ein Stock abbricht, muss ich den abgebrochenen Teil mitnehmen? Und wenn ich nur den Teller verliere ohne es überhaupt zu bemerken?
- Darf ich einen abgebrochenen Ski bzw. einen Teil davon zurücklassen?
- Gibt es ein Limit, wie oft ich meine Skier abschnallen bzw. wie viele Meter ich damit zurücklegen darf?
- Darf ich einen abgebrochenen Stock oder Skier während dem Wettkampf austauschen? Zum Beispiel bei einem Zuschauerposten?
Natürlich sind manche Fragen davon teilweise absurd, da das Wort "SkiO" gar nicht mehr zutreffen würde, aber fragen darf man ja wohl noch.
Von der logischen Seite her betrachtet macht es Sinn, den kompletten SkiO-Wettkampf in vollständiger Langlaufausrüstung (ein Paar Langlaufski mit Bindung, zwei Stöcke, ein Paar Langlaufschuhe) zu absolvieren und nur dort, wo es nicht mehr möglich ist auf den Skiern weiterzukommen, abzuschnallen und sich zu Fuß fortzubewegen.
Und so besagt es auch die Wettlaufordnung (Stand 18.04.2007) vom ÖFOL im Kapitel "V.1.2.1 Ski-OL". Hier findet man unter Punkt "V.1.2.1.2 Definition", was zur Langlaufausrüstung dazu gehört und dass man diese ständig bei sich führen muss:
(3) Die Ski-OL-Bahn soll vorwiegend auf Skiern zurückgelegt werden, Teile der Strecke dürfen aber auch zu Fuß absolviert werden. In diesem Fall muss der Wettkämpfer seine gesamte Skiausrüstung (1 Paar LL-Ski mit Bindung, 1 Paar LL-Schuhe, 1 Paar LL-Stöcke, jeweils in adäquater Größe) ständig bei sich führen.
Zwei weitere interessante Punkte befinden sich unter "V.1.2.1.11 Kleidung und Ausrüstung". Nämlich zuerst Punkt 2, der den Materialtausch während dem gesamten Wettkampf erlaubt und sogar einen Materialposten empfiehlt:
(2) Es gibt keinerlei Beschränkung hinsichtlich des Austauschs von Teilen der Skiausrüstung während des Wettkampfs. Die Wettkämpfer sollen die Gelegenheit haben, bei einem Materialposten Ersatzski, -bindungen und -stöcke zu hinterlegen.
Und schließlich Punkt 3, in dem nochmal explizit festgelegt wird, dass die komplette Ausrüstung während des gesamten Wettkampfs bei sich getragen werden muss. Ausnahme: Teile eines gebrochenen Stockes.
(3) Der Wettkämpfer muss seine gesamte Ausrüstung (lt. V.1.2.1.2(3)) während des ganzen Wettkampfes ständig bei sich führen. Teile eines gebrochenen Stockes können zurückgelassen werden.
Damit sollten sich alle Fragen beantwortet haben. Ein paar kleinere Unklarheiten bleiben dennoch, ob man zum Beispiel auch Teile eines abgebrochenen Skiers zurücklassen darf. Es ist zwar nicht explizit erlaubt, aber irgendwie sinnlos, wenn man ein kurzes abgebrochenes Stück seines Skiers mitnehmen muss.
Für mich ist jetzt jedenfalls klar, dass ich beim nächsten SkiO-Wettkampf meine Dobb-Spikes getrost daheim lassen kann und öfter das An- und Abschnallen meiner Skier üben sollte ... besonders das Entfernen von Eis aus der Bindung.
Österreichischer Fachverband für Orientierungslauf
Wettlaufordnung (PDF, Stand 18.04.2007)
(Titelbild: Originalfoto von Kurt Fesselhofer)
3 SkiO’s in 20 Stunden
In Sopron wurden am vergangenen Wochenende gleich drei SkiO's ausgetragen: der dritte Austria Cup und die Offenen Ungarischen Nacht-SkiO-Meisterschaften am Samstag sowie der vierte Austria Cup am Sonntag. Für alle drei Läufe galt: eine Menge an schmalen Loipen, die kräfteraubendes Anschieben erforderten und dazu viele am Boden liegende Äste.
Der erste Lauf über die Sprintdistanz begann gleich sehr rasant mit einer 60 Höhenmeter Abfahrt zum ersten Posten. Beim vierten Posten lag ich sogar noch in Führung, allerdings fehlten mir gegen Ende die langläuferischen Fähigkeiten auf den schmalen Loipen, außerdem verplemperte ich auch noch gute 20 Sekunden, da ich am Weg zu Posten 5, nachdem ich für 200 Meter die Ski abgeschnallt hatte, nicht gleich in die Bindung kam. Blieb also der dritte zweite Platz im dritten Rennen, jeweils hinter Roland, der diesmal nur 32 Sekunden vor mir lag.
Ergebnis 3. Austria Cup
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Nur wenige Stunden später wurden die ersten Offenen Ungarischen Nacht-SkiO-Meisterschaften (als Mitteldistanz) ausgetragen. Rund 20 Teilnehmer wagten sich im Dunkeln mit Stirnlampe auf die Loipen. Beim dritten Posten wählte ich eine schlechte Route und fischte dann auch noch kurz vor dem Posten, ansonsten lief es ganz gut. Die Platzierung war diesmal total unwichtig, Hauptsache war dabei gewesen zu sein und dieses lustige Abenteuer erlebt zu haben - mit Langlaufski im Dunkeln auf schmalen Loipen bergab zu fahren ohne zu sehen und zu wissen, was kommt...
Ergebnis Offene Ungarische Nacht-SkiO-Meisterschaften
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Der dritte und letzte Lauf an diesem Wochenende, wieder eine Mitteldistanz, stand diesmal im Zeichen des Kletterns - und zwar mit den Skiern in der Hand. Denn zum zweiten und dritten Posten galt es gleich mal die Ski abzuschnallen und durch den Graben zu kämpfen. Leider verhaute ich die Route zum zweiten Posten - ideal wäre es gewesen, nach 200 Metern rechts runter zu laufen und am Gegenhang 15 Höhenmeter zur Loipe hinauf, anstatt, so wie ich, weiter vorne 50 Höhenmeter zu machen. Na gut, Routenwahlen beim SkiO sind sowieso nicht meins, und für den zweiten Platz hat's auch so wieder gereicht.
Ergebnis 4. Austria Cup
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Es war also ein lustiges und zugleich anstrengendes (23km) SkiO-Wochenende. Das kommende Wochenende stehen keine Wettkämpfe am Programm, also eine reine Trainingswoche. Die nächsten SkiO's finden in drei Wochen in Italien statt (wenn man den Diskussionsforumbeiträgen glauben darf, offiziell ist noch nichts), mal sehen, ob die die weite Reise wert sind.
SPORTident Skriptum
Am 28. Mai 2009 habe ich in der Maximiliankaserne in Wiener Neustadt ein SPORTident-Seminar (siehe Bericht auf der ÖFOL-Website) mit 28 Teilnehmern durchgeführt. Das eigens dafür erstellte Skriptum "Durchführung eines Orientierungslaufwettkampfes mit SPORTident unter der Verwendung von ANNE, Condes, OCAD, OE2003 und SI-Config" sowie alle dazugehörigen und notwendigen Übungsdateien möchte ich nun zur Verfügung stellen (Download weiter unten).
Das Gesamtpackage enthält:
- das Skriptum in PDF-Format (auch einzeln downloadbar)
- passende OE2003-Vorlagen von ANNE
- drei verschiedene Storyboards über ANNE (Wettkampf erstellen, Meldungen verwalten, Meldungen exportieren)
- Läuferarchiv des ÖFOL für OE2001 und OE2003
- Beispieldateien:
- Condes- und OCAD-Bahnen (inklusive vorbereiterter Exporte)
- Exportierte Meldungen von ANNE (inklusive Kommentare)
- Schrittweise OE2003-Wettkampfsicherungen
Das Skriptum ist wie folgt aufgebaut:
- Einführung
- Voraussetzungen
- Verwendete Versionen
- Grundlegende Anwendung
- Generelle Verwendung von OE2003
- Vorbereitungen in ANNE
- Wie ANNE funktioniert
- Veranstaltung anlegen
- Meldungen verwalten
- Wettkampf erstellen
- Bahnen
- Manuelle Eingabe
- Import
- Kategorien
- Kategorien anlegen
- Bahnenzuordnung
- Meldungen
- Importieren von Meldungen
- Verwalten von Meldungen
- Startlisten
- Startlisten-Organisation
- Startlisten erstellen
- Listen und Berichte
- SPORTident-Stationen vorbereiten
- SPORTident-Stationen programmieren
- SPORTident-Stationen synchronisieren
- Chips einlesen und auswerten
- Chips einlesen
- Chips auswerten
- Nicht gestartete Teilnehmer
- Netzwerk
- Weitere Funktionen
- Wettkampf sichern und wiederherstellen
- Ersatzposten
- Teilstrecken annullieren
- Extrafelder
- Zusätzliche Software
- Fehler- und Problembehandlung
- Kurzreferenz
- Wettkämpfe mit Direkt-Anmeldung
- Geänderte Vorgangsweise im Vergleich zu Wettkämpfen mit Voranmeldung
- Direkt-Anmeldung
- Hilfen und Nachschlagewerke
- OE2003, Archive Manager, Layout Manager
- SI-Config
- ANNE
Die Dateien können hier heruntergeladen werden:
SPORTident Skriptum Version 1.0 (SPORTident-Skriptum_V1.0.pdf, PDF, 379KB)
Gesamtpackage inkl. SPORTident Skriptum (SPORTident-Schulung.zip, ZIP, 3,1MB)
Ich hoffe, dass das Skriptum und die Beispieldateien weiterhelfen und wünsche viel Spaß damit! Über Feedback würde ich mich freuen.
Es ist viel passiert…
in den letzten Wochen. Angefangen mit tollen Longjogs in Eisenstadt und Katzelsdorf, weiter mit dem zweiten, dritten und vierten Lauf zur Wintertour, den ersten beiden SkiO's und schließlich den Weihnachtsfeiertagen und Silvester in Dublin. Außerdem hab ich (zum ersten Mal überhaupt glaub ich) meine Jahresplanung erstellt - ja, so motiviert bin ich zur Zeit
SkiO in Kals am Großglockner
Am 16. und 17. Jänner fanden in Kals am Großglockner die ersten beiden SkiO's statt. Für heuer habe ich beschlossen, an allen Disziplinen teilzunehmen, also Fuß-OL, SkiO und MTBO, und somit machte ich mich auf die lange Reise nach Osttirol.
Am ersten Tag stand ein Sprint am Programm. Nach zwei Jahren stand ich nun also endlich wieder auf Langlaufski, immerhin konnte ich noch 20 Minuten vor meinem Start auf einer 100m-Runde üben. Und dann ging's schon los. Der Beginn glückte mir ganz gut und ich blieb sogar bis Posten 6 in Führung (zu Posten 5 wählte ich die falsche Loipe). Zu Posten 7 jedoch legte es mich gleich zweimal hintereinander bei einer Abfahrt in den Tiefschnee und ich verlor gute 20 Sekunden.
Zu Posten 8 wählte ich dann zuerst die falsche Route (rechts über die Straße wäre schneller gewesen) und lief dann noch eine Extraschleife kurz vorm Posten. Am Ende blieb ein zweiter Platz 29 Sekunden hinter Roland, bei immerhin vier Teilnehmern, wobei einer eine falsche Karte erhielt. Mit meinem Lauf bin ich dennoch zufrieden.
Ergebnis
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Am darauffolgenden Tag hatten wir gleich die dreifache Distanz zurückzulegen, zusammen mit einigen Höhenmetern. Gleich zum ersten Posten wählte ich eine falsche Route - nämlich die direkte mit einigen Schiebpassagen anstatt rechts über die Skipiste - und verlor hier schon sage und schreibe 3 Minuten.
Ansonsten ist bei diesem Lauf nicht viel passiert. Interessant wäre, ob zu Posten 6 gleich bei Posten 5 Ski abschnallen und quer hinüberlaufen schneller gewesen wäre. Langläuferisch ging es ganz gut, ich verlor nochmal 3 Minuten auf Roland und platzierte mich somit mit 6 Minuten Rückstand auf Platz zwei (von drei...).
Ergebnis
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Wintertour
Gleich drei Läufe zur Wintertour fanden in den vergangenen Wochen statt.
Der zweite Lauf wurde am 18. Dezember in Aspang bei bitterkalten -8° C und Schneefall durchgeführt. Der Neuschnee machte den Lauf vor allem in den Steilhängen zu einer rasanten Rutschpartie - Respekt an alle, die ohne OL-Schuhe durchgekommen sind.
Mein Lauf war ganz ok. Zum zweiten Posten interpretierte ich Karte und Gelände falsch und kletterte einige Höhenmeter zu weit nach oben, bis ich schließlich an der Forststraße anstand. Dafür konnte ich mir dann zum dritten Posten gleich eine Bestzeit holen, die einzige an diesem Tag.
Bei den Posten vier und sechs machte ich noch kleine Haken, ansonsten lief es fehlerfrei. Leider hat mir der Biss ab Posten neun gefehlt, aber das war in dieser Trainingsphase in Ordnung. Belohnt wurde ich schließlich wie beim ersten Lauf mit Platz drei.
Ergebnis
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Beim dritten Lauf Anfang Jänner am Truppenübungsplatz Götzendorf war ich gerade erst von einer Verkühlung genesen und lief daher nur sehr locker durch, dafür fehlerfrei. Schade, denn dieses Gelände wäre mir sehr gelegen. So wurde daraus nur ein Platz im Mittelfeld.
Ergebnis
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Der vierte Lauf wurde am vergangenen Wochenende in Pöttsching (neue Karte!) als Score-OL ausgetragen. Dass mir diese schnelle Posteneinteilung beim Score-OL nicht liegt, war mir bereits im Vorhinein klar, aber dass es so in die Hose geht, hätte eigentlich nicht sein müssen.
Neben meiner schrecklichen Aufteilung schlichen sich auch noch ein paar Fehler ein. Zum Beispiel zu Posten 158, als ich mir plötzlich einbildete, ich müsste 138 schnell mitnehmen und mich dann aber doch wieder umentschied. Oder bei Posten 147, an dem ich blind vorbeilief und mich ein Bauarbeiter freundlich darauf hinwies, dass da auch so ein Ding stand.
Bleiben nur noch der Haken bei Posten 161 (wenn das besondere Objekt die Bank sein hätte sollen, stand der Posten falsch, denn der befand sich weiter östlich direkt neben dem Weg; von einem besonderen Objekt keine Spur) und die Richtungs-"Korrektur" zu Posten 136, als ich von einer Tiefschneespur in die andere wechselte, zu erwähnen.
Nicht nur, dass ich fünf Posten ausließ, ich kam auch noch knappe vier Minuten zu spät ins Ziel und heimste mächtig Strafpunkte ein, was schlussendlich Rang 7 bedeutete. Zwei positive Aspekte blieben für diesen Tag dennoch: erstens liefen meine Beine superflott und zweitens habe ich wieder gelernt, wie man beim Score-OL die Posten richtig aufteilt...
Ich denke mit der idealen Anlaufreihenfolge hätte ich alle Posten innerhalb der vorgegebenen 50 Minuten schaffen können.
Ergebnis
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Ausblick
Nachdem ich in letzter Zeit mehr zum Trainieren komme ich und sich das hoffentlich auch in nächster Zeit nicht ändern wird, habe ich vor die heurige Saison in der Elite zu laufen. Als Saisonhauptziele werde ich folgende Wettkämpfe anpeilen:
- Österreichische Staatsmeisterschaft Sprintdistanz am 17. April
- 5. Austria Cup (Mitteldistanz) am 3. Juli
- 5-Tage-OL O-Ringen vom 25. bis 30. Juli
- Österreichische Staatsmeisterschaft Mitteldistanz am 11. September
- Österreichische Staatsmeisterschaft Staffel am 12. September
- 8. Austria Cup (Sprintdistanz) am 18. September
In Summe also 10 Läufe, dazu kommen noch wichtige Wettkämpfe wie:
- Niederösterreichische Landesmeisterschaft Sprintdistanz am 8. Mai (als Geburtstagsgeschenk)
- 3. Austria Cup (Langdistanz) am 15. Mai
- 4. Austria Cup (Langdistanz) am 30. Mai
- Niederösterreichische Landesmeisterschaft Mitteldistanz am 5. Juni
- Jukola am 20. Juni
- Niederösterreichische Landesmeisterschaft Staffel am 26. Juni
- 6. Austria Cup (Langdistanz) am 4. Juli
- Niederösterreichische Landesmeisterschaft am 26. September
- Niederösterreichische Landesmeisterschaft Nacht am 9. Oktober
- Österreichische Meisterschaft Nacht am 16. Oktober
- 10. Austria Cup (Langdistanz) am 17. Oktober
- Wiener Neustädter Stadtmeisterschaft am 26. Oktober
Also nochmal 12 Wettkämpfe, dazu kommen noch kleinere Läufe wie xOLV-Cups, Wintertour und Wiener Linien Sprintcup sowie SkiO und MTBO und zur Abrundung diverse FSL-Auslandsfahrten nach Tschechien, Venedig und Gant. Alles zusammen gut und gern 65 Wettkämpfe, exklusive einem monatlichen Testrace.
Und so sieht der Jahresplan im Kleinformat aus:
Bleibt also nur noch zu hoffen, dass ich alles so durchziehen kann wie geplant - dann steht einer ersten richtigen Elitesaison (wurde eh schon Zeit) nichts mehr im Wege.
Garnisonsübungsplatz, schon wieder…
Heute fand der erste Lauf zur siebenten (nicht mehr AWD) Wintertour statt, organisiert von Anita und Michi. Nach dem Vormittagstraining mit Michi halfen wir beide und Bernd bei der Auswertung, wobei wir uns beim Laufen abwechselten. Zuerst ging Bernd ins Rennen, anschließend Michi und zu guter Letzt folgte ich.
Ich startete also um Punkt 14:00 Uhr. Die Richtung vom ersten Posten war bereits klar, da man genügend Läufer vorher zusehen konnte, die Teilstrecke war aber ziemlich lang und daher der Posten selbst nicht sichtbar.
Mir gelang ein sehr guter Lauf, sowohl technisch als auch läuferisch. Nur bei Posten 12 musste ich ein paar Sekunden Fehlerzeit in Kauf nehmen. Zuerst wählte ich eine schlechte Route (rechts herum wäre sicher schneller gewesen) und dann stand ich noch neben dem Posten und sah ihn nicht. Na gut, in Summe etwa 15 Sekunden weg, aber halb so schlimm.
Im Endeffekt hat Platz drei herausgeschaut, 16 Sekunden hinter Ondrej Pijak und nur 7 Sekunden hinter Pierre; da hätt's ja fast eine Überraschung gegeben
Aber immerhin konnte ich schnelle Läufer wie Much oder Simon Arbter hinter mir lassen.
Der zweite Lauf findet bereits nächsten Samstag in Aspang statt, man darf wieder gespannt sein.
Lanyse – Laufanalyse leicht gemacht
Vor kurzem hab ich ein eher kleines, dafür recht nützliches Web-Projekt umgesetzt: Lanyse. Dieses möchte ich kurz vorstellen:
Lanyse steht für Laufanalyse und soll der Orientierungsläuferin und dem Orientierungsläufer bei der Analyse und der entsprechenden Auswertung ihrer Orientierungslaufwettkämpfe helfen.
Zur Verwendung von Lanyse ist eine gratis Registrierung erforderlich. Anschließend können über ein übersichtliches Formular Analysen eingegeben werden. Neben der Eingabe von Basisdaten der Veranstaltung (Bezeichnung, Datum, Ort, Laufzeit, usw.) können eine Karte hochgeladen oder verlinkt (auch direkt aus dem digitalen Orientierungslaufkartenarchiv DOMA), ein umfangreicher Bericht geschrieben, detaillierte Fehleranalysen erstellt und zusätzliche Detailinformationen hinzugefügt werden.
Screenshot: Eingabe der Laufanalyse
Screenshot: Karte aus DOMA verwenden
Screenshot: Fehleranalyse
Je nachdem wie detailliert die Eingabe der Laufanalyse erfolgt (es gibt keine Pflichtfelder), können die Analysen sofort in verschiedenen Statistiken ausgewertet werden. Mit der Vergleichsfunktion kann man sich selbst mit anderen Benutzern vergleichen, oder auch andere Benutzer untereinander.
Screenshot: Fehlerursachen
Screenshot: Fehler nach Laufzeit
Die Privatsphähre-Einstellungen erlauben es das eigene Profil zu veröffentlichen, nur für registrierte Benutzer sichtbar zu machen oder privat zu halten, sodass man nur selbst Einblick in das eigene Profil und die Laufanalysen hat.
Website: Lanyse - Laufanalyse leicht gemacht
Beispielanalyse
Saisonfinale in Tirol
Durch unseren Umzug, Jenny und ich sind nach Eisenstadt umgesiedelt und plohni.com wurde von meinem Heimserver auf einen Server in Anaheim, CA transferiert, hat sich der letzte Bericht vom Saisonfinale in Tirol etwas verzögert. Doch eins kann ich schon jetzt sagen: das Warten hat sich gelohnt.
Österreichische Nachtmeisterschaft, 8. Austria Cup
Die Nachtmeisterschaft hab ich sehr gern und für gewöhnlich liegt mir dieser Lauf auch gut, aber diesmal häuften sich einfach zu viele Fehler. Den Beginn erwischte ich sehr gut, da lag ich auch noch in Führung. Doch bei Posten vier kletterte ich einer Partie vor mir zu weit hinten nach und fing mich erst am Weg auf.
Fünf (Bestzeit) und sechs liefen wieder besser, aber beim nächsten Posten macht ich schon wieder einen Haken, diesmal zu früh. Dann zwar wieder drei gute Posten, beim Elfer jedoch der nächste Richtungsfehler, wieder im Postenraum, und schon war ich vom zwei Minuten hinter mir gestarteten Thomas Radon eingeholt.
Zum Zwölfer liefen wir gemeinsam, ebenso zum Dreizehner, allerdings waren wir uns beide unsicher im Postenraum und unsere Wege trennten sich. Ich interpretierte Karte und Gelände vollkommen falsch und hatte nicht bemerkt, dass ich bereits über den Weg gelaufen war. Nach einer dreiminütigen Suche fand ich den Posten schließlich, von Thomas keine Spur mehr. Gut, das war's dann, jetzt hieß es zumindest fehlerfrei über die letzten paar Posten zu kommen.
Dies gelang mir erstaunlicher Weise auch und so konnte ich mir den zweiten Platz hinter Thomas sichern.
Ergebnisse
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
9. Austria Cup
Der letzte Lauf des heurigen Austria Cups fand auf einer etwas vergrößerten Karte der Nachtmeisterschaft am Vortag statt. Der Lauf gelang mir zumindest besser als der am Vortag, auch wenn die Bahn sehr einfach gelegt war. Dies bemerkte man schon an den ersten vier Posten: weg- und leitlinienlaufen wie im Lehrbuch.
Bis zu Posten elf gab es eigentlich nichts zu meckern. Beim Zwölfer führte leider der Weg in den falschen Graben, ich bemerkte dies jedoch rechtzeitig und verlor so nur ein paar Sekunden.
Zum vorletzten Posten ließ ich mich nochmal durch einen kleinen Kartenfehler irritieren. Das Dickicht im Sumpf war nämlich nicht vorhanden und so dachte ich, ich wäre weiter östlich. Noch dazu erwischte ich die Route zum letzten Posten nicht gerade optimal. Das Bachbett war katastrophal zu laufen und ich verlor nochmals mehr als eine Minute.
Am Ende hat es wieder zum zweiten Platz gereicht, wieder hinter Thomas Radon, der sich mit den beiden Siegen beim Saisonfinale noch den Gesamtsieg beim Austria Cup sichern konnte.
Ergebnisse
Karte mit Bahn und Route
Laufanalyse bei Lanyse
Trotz der vielen Fehler bin ich recht zufrieden mit meinen Läufen, immerhin waren zwei Podestplätze drin.
Wie ihr vielleicht bereits bemerkt habt: die neue Laufanalyse heißt Lanyse. Lanyse? Mehr Informationen dazu gibt es unter plohni.com/lanyse. Einfach anmelden und ausprobieren!
Mit ohne Spikes lief ich heute den Wiener Wintersprintcup rund um den Millenium Tower - ja, Dobb-Spikes wären eindeutig die bessere Wahl gewesen. Aber das war nicht der einzige große Fehler bei diesem Lauf, der zweite folgte ziemlich gegen Ende meines Wettkampfs. Nämlich bei Posten 16, an dem ich blind vorbeilief und meinen Fehler erst auf Höhe von Posten 14 bemerkte. Mit Zurücklaufen verlor ich satte 50 Sekunden, bei einem Sprint viel zu viel.
